Generali verweigert Berufsunfähigkeitsrente – wie Betroffene ihre Ansprüche erfolgreich durchsetzen können

Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung soll finanzielle Sicherheit bieten, wenn die eigene Arbeitskraft verloren geht. Doch was passiert, wenn die Versicherung im Ernstfall die Zahlung verweigert?

Genau das erlebte eine Mandantin, die seit vielen Jahren Kundin der Generali Versicherung war und dort eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hatte. Nach einer längeren, ununterbrochenen Arbeitsunfähigkeit beantragte sie ihre Berufsunfähigkeitsrente – doch statt der erwarteten Leistung erklärte Generali den Rücktritt vom Versicherungsvertrag und zusätzlich dessen Anfechtung.

Die Begründung der Versicherung: Bei einer späteren Vertragsumstellung seien Fehler gemacht worden – insbesondere bei den Gesundheitsfragen.

Unsere Mandantin war mit dieser Entscheidung selbstverständlich nicht einverstanden und beauftragte uns, ihre Ansprüche auf Berufsunfähigkeitsrente konsequent durchzusetzen.

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Fehlerhafte Vertragsumstellung mit gravierenden Folgen

Bei der Prüfung der Unterlagen stellte sich heraus, dass der ursprünglich seit 2001 bestehende Vertrag mit einer jährlichen Dynamik von sechs Prozent im Jahr 2012 „umgestellt“ worden war. Dabei erhielt unsere Mandantin eine deutlich geringere versicherte Rente – ein klarer Nachteil.

Noch gravierender: Der Versicherungsvertreter hatte die Gesundheitsfragen unzutreffend beantwortet. Diese fehlerhafte Dokumentation nutzte die Generali später als Grundlage, um den Vertrag anzufechten und vom Rücktritt Gebrauch zu machen.

Erfolgreiche Durchsetzung der Ansprüche gegen Generali

Wir machten im Namen unserer Mandantin sämtliche Ansprüche geltend – darunter:

  • die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente,
  • Schadensersatzansprüche,
  • sowie umfassende Auskunftsrechte gegenüber der Versicherung.

Zunächst erfolgte die Geltendmachung außergerichtlich, anschließend auch gerichtlich.
Nach unserer Klageeinreichung überprüfte die Generali den Fall erneut – mit Erfolg für unsere Mandantin: Noch vor dem Gerichtstermin, kurz vor Weihnachten, zahlte die Versicherung die Berufsunfähigkeitsrente in voller Höhe aus und nahm sowohl den Rücktritt als auch die Anfechtung zurück.

Unsere Mandantin bleibt zwar weiterhin berufsunfähig, doch dank des rechtlichen Erfolgs ist ihre wirtschaftliche Existenz wieder gesichert.

Juristische Strategie statt langwieriger Prozesse

Dank unserer langjährigen Erfahrung im Versicherungsrecht und einer gezielten rechtlichen Strategie konnten wir ein aufwendiges Gerichtsverfahren vermeiden. Durch fundierte Argumentation und die sorgfältige Aufarbeitung der Vertrags- und Gesundheitsdaten war es nicht erforderlich, zeitintensive Gutachten einzuholen.

So konnte die Mandantin ihre berechtigten Ansprüche schnell, effizient und vollständig durchsetzen – ohne die Belastung eines langen Rechtsstreits.

Wann Sie rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen sollten

Bereits bei der Antragstellung auf Berufsunfähigkeitsrente kann eine anwaltliche Unterstützung sinnvoll sein – insbesondere, wenn die Versicherung die Bearbeitung verzögert oder unklare Nachfragen stellt.
Spätestens wenn die Leistung abgelehnt, der Vertrag angefochten oder ein Rücktritt erklärt wird, sollten Sie juristischen Rat einholen.

Die Ersteinschätzung erfolgt bei uns kostenfrei und unverbindlich.
Für rechtsschutzversicherte Mandanten holen wir zudem kostenfrei die Deckungszusage bei der Rechtsschutzversicherung ein.

Fazit: Lassen Sie sich Ihre Berufsunfähigkeitsrente nicht verweigern

Der Fall zeigt deutlich: Versicherer wie die Generali versuchen häufig, sich durch Anfechtung oder Rücktritt der Leistungspflicht zu entziehen – oft zu Unrecht. Mit einer fundierten rechtlichen Prüfung und konsequentem Vorgehen können Betroffene ihre berechtigten Ansprüche dennoch erfolgreich durchsetzen.

Expertin für Berufsunfähigkeitsrecht – bundesweit erfolgreich

Rechtsanwältin Julia Kleyman, Fachanwältin für Versicherungsrecht, ist seit 2019 auf das Berufsunfähigkeitsrecht spezialisiert.
Sie hat bundesweit gegen zahlreiche Versicherer erfolgreich Ansprüche durchgesetzt – darunter Generali, Allianz, Continentale und Nürnberger Lebensversicherung AG.

Ihre Erfahrung zeigt: Eine sorgfältige rechtliche Prüfung und das richtige Vorgehen können entscheidend sein, um die Berufsunfähigkeitsrente zu sichern.

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